Strecke: E 16
gefahrene km ca.: 266

Ein straffer Tag sollte vor uns stehen… Also raus aus den Federn und ab zum Frühstück. Wieder ein knappes Zeitfenster: 8:00 – 9:00 Uhr. Aber alles gut geschafft. 9:15 Uhr saßen wir im Auto und es konnte weitergehen. Noch ein Foto von der Ski-Schanze und ab geht’s in die stillgelegte Kupfer-Mine in Falun. Ankunft um 9:30 Uhr. Und das war auch eine perfekte Zeit. 10 Uhr wurde geöffnet. Der Parkplatz war noch leer und wir konnten uns schon mal umsehen.
Mein Mann besorgte Tickets für die Grubenbesichtigung und bis 10:50 Uhr konnten wir noch Fotos machen gehen.

Jeder kennt doch die schönen roten Schwedenhäuser… die echte rote Farbe kommt aus Falun. Falunrot ist ein Abfallprodukt aus der Kupfermine.

10:50 Uhr startete dann die englischsprachige Führung in der Mine. Wir bekamen Gummi-Capes in schnittigem Orange und Schutzhelme. Somit konnten wir mit einigen Zwischenstationen viele viele Treppen runterlaufen. Mein Gedanke war nur: Wenn wir daaa wieder hochmüssen…uff… In 67 m Tiefe war es natürlich anders als in Kiruna. Aber hier konnte man alles ganz genau durchlaufen. Persönlicher Höhepunkt der Tour war, als unser Tour-Führer das Licht ausmachte. So standen wir in der stockfinsteren dunklen Mine. WIR wussten, dass wir wieder rauskommen; aber wie müssen sich die Grubenarbeiter gefühlt haben, die dort tage- und wochenlang unten waren und auch so morgens aufwachten. Ohne Tageslicht. Es war eine gruselige Vorstellung und ich war froh, als wir dann wieder Richtung Tageslicht kommen sollten – und zwar mit dem Fahrstuhl. Ha! 🙂
Oben angekommen genossen wir die Sonne, sahen uns noch ein wenig um und kamen natürlich nicht an dem Gruben-Shop vorbei ohne was zu kaufen.

All zu lange konnten wir nicht bleiben, weil wir ja noch nach Gävle und Stockholm wollten.
Auf dem Parkplatz war dann klar, dass das frühe Erscheinen eine gute Wahl war. Wie war der Spruch…? Der frühe Vogel …

Weiter ging’s nach Gävle. Dort wollte mein Mann das Schwedische Eisenbahnmuseum (schwedische Seite) besuchen. Erst hatte ich eine komische Vorstellung, war aber nur positiv überrascht. Das Wetter war wieder mal genial. Sonnenschein.
Wir sahen Unmengen von schönen Eisenbahnfahrzeugen aus allen möglichen Jahrzehnten. Dann fuhren wir mit einer knuffigen alten Bahn in einen 10 Minuten entfernten Lok-Schuppen. Da waren Unmengen von alten Bahnen abgestellt. In einige Fahrzeuge konnte man rein und auch mal in der Holzklasse probesitzen. Die Bahn fuhr dann wieder zurück. Entweder wäre man noch bis zur nächsten Bahn geblieben oder – wie in unserem Fall- fuhren wir wieder zurück. In einem ehamligen Lok-Schuppen auf dem Gelände war dann noch das Museum welches auch richtig interessant war! Leider mussten wir dort alles ein wenig straffen, weil wir noch nach Stockholm wollten. Mit vielen Eindrücken fuhren wir nun weiter…

Stockholm … unsere Stadt! Viele wichtige Momente verbinden wir mit dieser Stadt.
Wir fuhren zu unserem Hotel, welches in der Nähe der Stadtautobahn lag aber dennoch ruhig.
Wir erkundigten uns beim Check-in nach der U-Bahn Station, die ganz in der Nähe sein sollte. Also rauf auf’s Zimmer, alles abstellen, umziehen und ab in die City… Mit dem von der Rezeption erhaltenen Plan liefen wir zur U-Bahn Station. Hinter dem Berg kamen einige Bäume und dann ein Plattenbaugebiet. Aber es war ein abgeranztes Wohngebiet. Und die Bewohner sahen auch nicht besonders vertrauenserweckend aus… Wir kauften Tickets am U-Bahnhof und fuhren nach Gamla Stan. Wir schlenderten ein wenig umher und ich hatte von meiner Tochter einen Auftrag bestimmte Dinge mitzubringen. Die wurden geholt und dann gingen wir Essen und tranken ein frisches Bier.

Anschließend schlenderten wir wieder zur U-Bahn und fuhren zu unserer Station. Dort angekommen fand ich es noch viel gruseliger als vorher. Es standen komische Gestalten mit Kapuzen Sweatshirts und -jacken dort rum und beäugten genau die ankommenden Leute. Automatisch krallte ich meine Tasche fest und dachte nur: Unter Umstände musst Du gleich rennen… Uuuuuaaaahhhhhh
Wir kamen aber gut im Hotel an…