Verreist und zugenäht

Aus der Welt von Sandra Sommerlaune

Dänemark – 09. – 16. November 2019

Alle Jahre wieder … Auch in diesen Urlaub ging es wieder mit einer Erkältung. Dieses Mal traf es meinen Mann. Aber wir hatten ja keine Termine oder Verpflichtungen.

Im Vorfeld hatten wir schon gesehen, dass es dort gerade sehr viel Regen gab und im hinteren Bereich Land unter bei den Ferienhäuser war.
Wir hofften, dass nicht gerade der Dauerregen des Jahres runterkommt. Aber wenn… Wir hatten Kaminholz und nen trockenes Haus.

Am Tag der Anreise war der Wettergott noch gnädig mit uns. Aber man sah schon, dass es dort lange geregnet haben muss. Das Manövergelände war sehr gut „durchsaftet“ und schien dann mehr ne Schlammschlacht zu werden.

Also das Auto entladen und wie immer die WLAN Verbindung checken, ob das Hertha-Spiel auch zur rechten Zeit stabil läuft.

Ich machte mich dann auf den Weg in die „Stadt“ und guckte, wann die wichtigsten Läden offen haben.
Ich stellte fest, dass innerhalb eines Jahres ein toller, neuer, großer Spielplatz entstanden ist.

Auf dem Weg zum Ferienhaus hatten wir an einem Fischstand Halt gemacht und Fischbouletten geholt. So war wenigestens schon mal das Abendessen für Abend 1 gesichert. Ein Gläschen eiskalter Roséwein und knisterndes Kaminfeuer machten den Abend rund.

Der Himmel am Sonntag sah jetzt nicht nach Sonnenschein aus, aber es regnete nicht. Also auf an den Strand.

Das Wetter machte nicht stabilsten Eindruck und nach einem ausgiebigem Spaziergang machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir guckten noch am Fischrestaurant vorbei, was tatsächlich in dieser Zeit geöffnet haben soll. Wir planten für Donnerstag und nun ab ins Haus. Och nöööö, erst noch nen Eis!!!

Montag dann erstmal nach Blavand einkaufen und Lebensmittel auffüllen. Und schon regnete es wieder und Hagel wurde auch noch nachgeschoben. Wegen der Dramatik sicher …

Ich hatte die mitgebrachten Meisenknödel vor die Tür gestellt und wollte sie aufhängen wenn es nicht regnet.
Am nächsten Morgen fehlte jedoch so Einiges davon und kleine Fußspuren gaben Hinweis auf den Dieb.

Dienstag ging es dann wieder ganz wieder zum Schlendern nach Blavand und ich holte gleich mal als Mitbringsel die beliebte „Marabou“ Schokolade.

Für Mittwoch hatten wir dann einen Ausflug nach Esbjerg geplant. Das Wetter…tja, was soll ich sagen… Regen… Der Manöver-Ballon war oben. Na das wird ja ein Spaß in der Matschepampe. OHA!

Die Innenstadt von Esbjerg besteht aus ein paar markanten Häusern, wenigen kleinen Einkaufsstraßen und einem Einkaufscenter.
Für den Rückweg hatten wir noch einen Abstecher zu den „Menschen am Meer“ auf der Liste.

Als wir anhielten für ein paar schnelle Fotos -es regnete nämlich- bröselte es so richtig aus der Jacke meines Mannes. Nun hatten wir endlich den Übeltäter für die überall liegenden weißen Krümel. Wir wunderten uns schon die ganze Zeit. Anscheinend löste sich die atmungskative Membran auf.

Auf dem Rückweg hielten wir in Blavand an um schnell ne neue Jacke zu kaufen. Es regnete mittlerweile waagerecht und ein kräftiger Wind machte die Sache nicht besser. Die Stadt war menschenleer. Bei „Intersport“ fanden wir jeweils ne Jacke und innerhalb von 10 Minuten war der Kauf abgeschlossen. Aber nicht ohne nochmal so richtig ne Ladung weißer Krümel auf dem dunkelgrauen Teppichboden zu hinterlassen. Wir entschuldigten uns. Und Alle lachten…
Zurück im Ferienhaus flog die Jacke erstmal gleich in die Tonne.

Laut Wetterbericht sollte der Donnerstag wettertechnisch vielversprechender werden. Und siehe da, Sonne am Morgen!
Also wieder auf nach Blavand. Dieses Mal zum Leuchtturm. Bisher waren wir immer zu spät dran. Aber mit ner vernünftigen Planung geht Alles.
Tickets geholt und dann die 170 Stufen hoch. Eine sehr kleine Luke brachte uns dann wieder ans Tageslicht. Ne noch dickere Jacke und ich wäre darin stecken geblieben.
Die wunderschöne Aussicht entlohnte uns dann … Herrliches Wetter mit ner ordentlichen Portion Wind und Strand soweit das Auge reicht…

Weiter hinten zogen schon wieder dicke Wolken hoch. Also Abstieg und noch ne Runde Spazieren. Diese Bunkeranlagen und die Tatsache, dass dort immer noch Manöver stattfinden, bringt irgendwie ein besonderes Feeling in die Ecke.

Weil das Wetter noch gut war, hielten wir auf dem Rückweg noch mit dem Auto am Autostrand um dort das obligatorische Strandfoto  zu machen.

Wir zogen uns um und dann ging es zum Fischrestaurant. Ein Fischteller, der seinem Namen alle Ehre macht wurde uns serviert. Dazu gab es ein aus Blavand gebrautes Bier. KÖSTLICH !!!


Für den Freitag hatten wir keine Pläne. Sachen packen und die schöne Luft und den Kamin genießen. Am Haus entdeckte ich noch eine Liegemulde von einem gar nicht so kleinem Tier, wo noch Reste von den Meisenknödeln zu finden waren. Na guck an…

Am Samstag Morgen hieß es wieder Abschied nehmen vom Haus.

Tschüß bis zum nächsten Mal…

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