Mal ganz unkonventionell habe ich bereits im Frühjahr über meinen Whatsapp Status zur Abschiedsparty eingeladen. Mein fragte mich noch, ob es mir gut geht und was ich mir dabei denke. Aber die Form der Fragen kenne ich bereits. Ein Plan reifte im Kopf und so sollte es sein. Ich ging davon aus, dass auch nur Menschen kommen, die Bock auf uns haben.
Im Oktober gab es über den Status noch einen Reminder auf den 15.11.25 ab 16 Uhr.
Der Tag war ran und vor 16 Uhr war bereits Gast Nr. 1 da…
Ich hatte tatsächlich so gut wie keine Ahnung wer und wieviele Gäste kommen sollten. Leider hatte eine sehr gute Freundin krankheitsbedingt absagen müssen, was mir seeeeeehr leid tat. Ich hätte mich wirklich gefreut.
Das machte die Vorbereitung auch etwas vage. Wer fragte, ob was mitgebracht werden kann, wurde dankend überredet dies auch zu tun. Fand ich klasse! Danke nochmal an dieser Stelle!
Die Gäste trudelten ein. Es kamen Leute die ich ewig nicht gesehen hatte und Leute, mit denen ich nicht gerechnet habe aber sehr erfreut war. Ich war total glücklich und so füllte sich die Gesellschaft. Mitten in der guten Stimmung meinte mein Ex-Kollege, ich soll mal bitte schnell zu Tür gehen. Da ist die Polizei. Es hätte sich Jemand beschwert, dass es zu laut sei. Na Danke auch. Hatte extra vorher noch einen Aushang im Hausflur hinterlassen. Naja, so sei es. Ich ging zur Tür, öffnete und mir blieb mal schnell der Mund offen stehen. Freunde (Ex-Kollegen) aus Leonberg und Düsseldorf standen im Hausflur und drückten schon den Auslöser einer Sofortbildkamera. Mir fehlten die Worte! Und wer mich kennt, weiß, was das heißt… Ich war meeeeega glücklich.
Ein Blick in die Runde verriet mir, dass alles richtig lief. Es bildeten sich immer Gruppen. Alle unterhielten sich. Perfekt. Die Meisten kannten sich untereinander gar nicht. Meine Schulfreundin, Kollegen aus verschiedenen Firmen, wo ich gearbeitet habe und hatte, alte und neue Freunde. Im Hintergrund spielte unsere Playlist mit den Lieblingssongs von uns… EIN TRAUM.
Dieses Datum war für mich sehr wichtig und somit konnte ich einen Abschnitt für mich abschließen.
Der 2. Abschied war dann in meiner derzeitigen Firma. Als letzten Arbeitstag hatte sich dank diverser Überstunden der 28.11.25 herauskristallisiert. Da dies auf einen Freitag traf, engte sich der Kreis der Anwesenden schon ein. Aber auch da gab es tolle Überraschungen. Die Zoom-Live-Übertragung erfolgte dann über einen Visitenwagen *lach*. Das war mal echt witzig… Die Kollegen hatten für mich gesammelt und es gab mega tolle Sachen. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön!!!
Nach dem Mittag war dann noch Räumen angesagt, weil ab Montag mein Büro dann schon an meine Nachfolge übergeben wurde. Alles Arbeitsmittel wurden abgegeben und dann schloss sich auch dieser Lebensabschnitt für mich.
Natürlich gab es schon viele Jobwechsel in meinem Leben und Abschiede. Aber dieses Mal war alles anders. Für Schweden hatte ich noch keinen Job und der Umzug in ein anders Land stand bevor.
Ich bin ein Freund von Checklisten. Und ich konnte wieder einen Punkt abhaken auf der Lebens-Checkliste.
Nun stand noch ein Sonntags-Essen mit meiner Tochter und den Enkeln an. Dem sah ich aber sehr positiv entgegen. Es ist ja kein Abschied in dem Sinne. Wir sind sehr eng verbunden und bleiben es auch über eine große Distanz.